15.05.2020 |

Weiterbildung: "Selbstregulation – die Fähigkeit das eigene Leben zu steuern"


"Alle Dinge der Natur tragen in sich etwas vom Wunderbaren" – Aristoteles

Eine gute Selbstregulation befähigt Impulse zu regulieren und mit Stress umzugehen. Abstand zu den eigenen Gefühlen und zu den Objekten und Reizen der uns umgebenden Welt zu entwickeln gibt uns Wahlmöglichkeiten und die Fähigkeit das eigene Leben zu steuern. Die Kompetenz, sich gut regulieren zu können, erhöht die Warscheinlichkeit gute Lösungen in schwierigen Situationen zu finden

Das vegetative Nervensystem steuert die Rregulation. Die zwei Gegenspieler Sympathikus und Parasympathikus brauchen wir zur Aktivierung auf der einen Seite und zur Regeneration und Erholung auf der anderen Seite.
Erfahrungen mit frühem Stresserleben, bis hin zu traumatischen Erlebnissen können eine überwältigende Wirkung haben und bewirken, dass das Nervensystem nicht mehr in der Lage ist sich ausreichend zu regulieren. Unruhe, Ängste, Erschöpfung und psychosomatische Symptome können die Folge sein. Von einem permanenten Gefühl innerer Anspannung begleitet, entsteht das Gefühl vom Leben gesteuert zu werden und nur auf Anforderungen zu reagieren.

Das Üben von Selbstwahrnehmung, das Gewahrsein von Gedanken, Gefühlen, inneren Bildern, Körperempfindungen und Handlungsimpulsen im Kontakt mit mir selbst als auch im Kontakt zu anderen Menschen ermöglicht eine gute Selbstregulation zu lernen. Unser Organismus kann wieder flexibel und schwingungsfähig werden. Die Basis, um sich wieder in der eigenen Haut wohl zu fühlen und der Welt mit Freude und Neugier zu begegnen und in sozialen Beziehungen, Nähe und Distanz zu bestimmen.

Um Menschen in ihrer Fähigkeit der Selbstregulation zu unterstützen, braucht es die Fähigkeit sich selbst zu regulieren, um eine gute Co-Regulation anbieten zu können.

Die Weiterbildung richtet sich an Psychotherapeut*innen und Menschen in anderen helfenden Berufen. Neben theoretischem Input beinhaltet die Weiterbildung einen großen Selbsterfahrungsanteil. Inhalte werden unter anderem Einblicke in die Polyvagaltheorie und Elemente aus Somatic Experiencing (SE) und der neuroaffektiven Psychotherapie (NAP) wie Unter- und Überkoppelung und Synchronisation sein.
Wir werden hauptsächlich mit Methoden aus SE und NAP arbeiten, mit Meditations - und Achtsamkeitsübungen, körperpsychotherapeutischen und kreativen Methoden.

Jutta Glaser, Sängerin, Funktionale Stimmbildnerin und Steh-Greif-Coach wird den Prozess der Selbstregulation mit musikalischen Elementen unterstützen. Musik und Gesang ist ein verbindendes und wunderbares Element um Selbstregulation zu unterstützen und Verbindung herzustellen.
Es braucht keine musikalische Vorbildung, um an der Weiterbildung teilzunehmen.
Wir sehen diese erstmalige gemeinsame Arbeit als Experiment, auf das wir uns beide sehr freuen.
Die Konzepte und Methoden lassen sich gut in verschiedenen Arbeitsfeldern in bereits angewandte Beratungs-und Therapieforemen integrieren und bieten eine Erweiterung und Bereicherung der Behandlungspraxis.

Termin:

15. – 17. Mai 2020

Zeiten: Freitag 17.00 Uhr bis Sonntag 13.00 Uhr

Kosten: 295,- €

Leitung: Mechthild Münch
Leitung musikalischer Teil: Jutta Glaser, www.jutta-glaser.de

Anmeldung: per E-Mail

Frühbucherrabatt bis 10.01.2020: 275,- €

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